Arbeitsansatz

Mit dem Thema Intelligente Gebäudetechnologie hat Energie Impuls OWL 2012 das erste Regionale Innovationsnetzwerk in NRW gestartet. Ein Teilergebnis war, dass die Konzentration auf die Gebäudetechnik das Potential von Fortschritt NRW nicht ausschöpft. Vor den Erfahrungen des Zeitraums 2012 bis 2015 wurde die Konzeption auf Anregung der Hochschulen deshalb weiterentwickelt. Dabei sollen auch die Branchennetzwerke in der Region OWL beteiligt werden. Der Fokus, bisher auf intelligente Gebäude gelegt, soll erweitert werden auf die gesamte Umgebung des Menschen, also Leben, Wohnen, Arbeit.

Strategische Grundlagen in OWL:

Das Fortschrittskolleg „Menschenzentrierte Arbeitswelt 4.0“, dass von den Universitäten Bielefeld und Paderborn  geleitet wird, ist ein wichtiger Schritt zur Erschließung des Gesamtthemas. Hier wird bereits systematisch die Zivilgesellschaft einbezogen.

Das Thema Digitalisierung / Internet der Dinge / Industrie 4.0 wird in Ostwestfalen Lippe durch den Spitzencluster it’s owl mit herausragender Intensität von Hochschulen und Unternehmen bearbeitet. Dabei werden bereits einige Komponenten entwickelt und erforscht, welche die Lebensumgebung des Menschen berühren und umgestalten werden, bewusst oder unbewusst. Da der Schwerpunkt bei it’s owl auf der Verwertung durch Unternehmen liegt, gilt es, diese Kompetenzen in weitergehenden Zusammenhängen für das menschliche Leben, Wohnen und Arbeiten zu transferieren und weiterzuentwickeln. Dabei können die aktuellen einschlägigen Initiativen der Branchennetzwerke und anderer Akteure aus der Zivilgesellschaft eingebunden werden. Hier setzt das Regionale Innovationsnetzwerk Menschenzentrierte Umgebung für Leben, Wohnen, Arbeit an.

Arbeitsmethoden des Regionalen Innovationsnetzwerks Menschenzentrierte Umgebung für Leben, Wohnen und Arbeit:

  • Workshops (insbesondere mit HochschulvertreterInnen und den fünf Brancheninitiativen, crossover, interdisziplinär)
  • Vor Ort Besuche und Gespräche (mit Betroffenen in Unternehmen, Hochschulen,  Wohnumgebungen u.a.)
  • Interviews (Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Betroffene, Hersteller, Dienstleister)
  • Zusammenarbeit mit den Fortschrittskollegs (Teilnahme, Übernahme von Organisationsaufgaben hinsichtlich Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft)
  • Aktives Einbringen in die Projektinitiativen in der Region (z.B. Konversionsprojekte wie Initiative Bildungscampus Herford)
  • Durchführen von Fachkongressen (wie z.B. Herforder Bauforum OWL, Symposium intelligente Gebäude Campus Minden, zukünftig überregionaler Kongress zum RIN-Thema)
  • Präsentationen, Diskussionen (durch die Vernetzung in den regionalen Gremien und Initiativen, Politik)
  • Schaffung strukturierter Kooperationen (RIN OWL Leitungskonferenz, RIN OWL Innovationsrat, Veranstaltungsformate, digitale Arbeitsplattform, Integration in bestehende Strukturen wie z.B. Netzwerke, Institute, Vereine)
  • Dokumentation von Ergebnissen und weiterführenden Fragestellungen
  • Öffentlichkeitsarbeit (Vorträge, aktive Messeteilnahmen, Presseartikel, Website, Berichte, aktive Teilnahme an Veranstaltungen Dritter)

Dabei soll die aktuelle und die zukünftige Rolle von Wissenschaft und Forschung besonders herausgearbeitet werden.