Reallabore OWL

Eine abschließende Studie von City2Science beschreibt die notwendige Strategie des RIN ab 2018 auf Basis der im Regionalen Innovationsnetzwerk erarbeiteten Ergebniss: Die Reallabore OWL.

Mit seinen kooperativen Ansätzen und einem erweiterten Innovationsverständnis steht das RIN in einem Kontext internationaler Entwicklungen, bei denen neue, offene Orte für Innovationspartnerschaften entwickelt werden. Der Begriff der „Reallabore“ beschreibt diese neuen Räume. 

Ein „Reallabor“ bezeichnet üblicherweise einen gesellschaftlichen Kontext, in dem WissenschaftlerInnen Interventionen im Sinne von „Realexperimenten“ durchführen, um über soziale Dynamiken und Prozesse zu lernen. Die klassische Idee des Reallabors überträgt den naturwissenschaftlichen Labor-Begriff in die Analyse gesellschaftlicher und politischer Prozesse.

Reallabore beziehen Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft aktiv in Innovationsprozesse ein. Sie beobachten nicht nur, sondern gestalten gemeinsam mit diesen Akteuren neue Beziehungen, Prozesse und Produkte. Im Zentrum der Reallabore stehen die Ansätze „Co-Design“ und „Co-Produktion“, die Akteure bringen ein transdisziplinäres Transferverständnis mit. Die Reallabore decken zukunftsrelevante Themenspektren ab, sie werden begleitet durch eine kontinuierliche, methodische Reflexion. In den Reallaboren kooperiert Wissenschaft mit Akteuren aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Wissenschaft wird zum Partner ko-kreativer Prozesse. Die Rolle des „Wissensgebers“ wandelt sich in eine Rolle des „Wissensnehmers“.

Die Reallabore sollen als mobiles, flexibles Konzept an wechselnden Standorten in ganz OWL erprobt und an ausgewählten Orten in OWL verstetigt werden.

Standorte könnten Firmen, Hochschulen, Schulen, Kliniken, Altenheime, aber auch offene Innovationsräume wie die WissensWerkStadt Bielefeld oder der Bildungscampus Herford sein.